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21.05.2018

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“Meterhecht” gegen Vorurteile

Am 2. 11. 2009 war es wieder einmal so weit. Ich litt schon an Entzugserscheinungen. Der Kanal ruft. Es hat zwar „geschüttet wie Sau“, aber wer nicht am Wasser ist, fängt auch nichts. So war ich ab 9 Uhr am Wasser. Einem Schusser habe ich den Köderfisch aus dem Maul gezogen mit der Bitte, doch seinen Großeltern Bescheid zu sagen.

An diesem Tag war ich in der Südstrecke unterwegs und nachdem der ganze Tag mir keine Feindberührung gebracht hat, machte ich mich schon mit dem Gedanken vertraut, ca. 17 Uhr, heute als Schneider die heimreise anzutreten – jetzt kommt’s. Sie wissen, noch ein Wurf und noch ein Wurf, das ist der Letzte… Und tatsächlich beim „letzten Wurf“, ich habe mir gesagt: „Heute bist Du konsequent! Das ist der letzte Wurf.“ Ich will gerade meinen Schlotterer aus dem Wasser heben, der Fisch war schon über der Wasseroberfläche, da kommt mit Getöse seitlich ein riesig aufgerissenes Maul entgegen. Im ersten Moment dachte ich: “Ein Waller, oh Gott!“ Jetzt schlotterten mir die Knie. Geistesgegenwärtig habe ich die Rute gesenkt und schon ging die Post ab. Ich habe zwar noch keinen Waller gehakt, mir aber einen Drill härter vorgestellt und somit nach überstandenem Schreck auf Hecht getippt. Und richtig, nach diversen Fluchten konnte ich den Burschen in die Garage bugsieren. Es wurde schon dunkel und wir hatten ja noch einen Fototermin…

Spätestens jetzt muss ich meine Meinung, im Kanal sei “hechttechnisch“ nichts los, korrigieren.

„Biss“ die Tage, Petri Heil, Jürgen Zuralski