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21.05.2018

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Meterhecht mit „Stich“

Am 29.09.12 gelang Hans-Georg Schöls gegen 11.40 Uhr der Fang eines Hechtes in der AltmĂŒhl bei Beilngries am Campingplatz, der 113,5 cm lang war und 10 400 Gramm auf die Waage brachte.
Berichtenswert sind aber nicht nur die GrĂ¶ĂŸe, sondern auch die besonderen UmstĂ€nde des Fanges, die auch einen lĂ€ngeren Fangbericht rechtfertigen.

ZunĂ€chst schien sich Petrus an diesem Tage gegen den Fischer verschworen zu haben, da ein schöner Hecht sein geschlepptes Rotauge knapp verfehlte und sich nicht mehr zu einem Anbiss ĂŒberreden ließ. Wenig spĂ€ter hĂ€mmerte ein grĂ¶ĂŸerer Fisch mitten in der Strömung gegen seinen Köder (vermutlich ein Zander), blieb aber nicht hĂ€ngen. Als sich nichts mehr tat, wollte der Angler schon nach Töging wechseln, als ihm auf der gegenĂŒberliegenden Seite am oberen Ende des Campingplatzes eine alte Weide auffiel, die abgebrochen und ins Wasser gefallen war und somit einen idealen Unterstand fĂŒr Hechte bieten konnte. Deshalb wechselte er auf die andere Seite der AltmĂŒhl und befischte zunĂ€chst das angeschwemmte Treibgut vor dem Baum, was aber keinen Biss brachte. Da Brennnessel den Weg direkt zum Baum verwehrten, warf der Angler aus ca. 3m Entfernung einfach ĂŒber den umgestĂŒrzten Baum in das ruhige Kehrwasser dahinter und beim zweiten Wurf holte sich ein mĂ€chtiger Hecht das Rotauge fast von der OberflĂ€che. HĂ€tte der erfahrene Fischer nun sofort angeschlagen, hĂ€tte er den RĂ€uber nicht von einer wahrscheinlichen Flucht in den Baum abhalten können. Deshalb gab er etwas Schnur und schlich er sich durch den Bewuchs bis direkt zum Baum und setzte erst dann den Anhieb. Danach entwickelte sich ein Drill auf Biegen und Brechen, da der Kapitale – wie vorhergesehen -  immer wieder in seinen Unterstand flĂŒchten wollte.  Nach gut einer Minute hĂ€rtestem Drill, der das GerĂ€t bis zum Ă€ußerten belastete, war der Hecht reif zur Landung, wozu der Angler aber auf den umgestĂŒrzten Baum steigen musste. Dass er dabei einem Nest mit wilden Bienen zu nahe kommen wĂŒrde, konnte er nicht ahnen. Noch bevor der Hecht richtig im Kescher war, attackierten Dutzende von Bienen den Störenfried. Als der Fisch endlich im Kescher war, verhĂ€ngten sich die Maschen des Keschers in der Baumrinde und kleinen Ästen, was dem Angler mit seiner schweren Beute die Flucht weiter erschwerte. Erst weit von Ufer entfernt gaben die wĂŒtenden Plagegeister die Verfolgung auf und der glĂŒckliche Angler konnte sich ĂŒber seinen tollen esox lucius freuen, der ihn ĂŒber die höllisch brennenden Bienstiche hinwegtröstete, also wirklich ein echter Hecht mit Stich!!     

Zusammen mit dem FĂ€nger freuten sich die Vereinskameraden Schuster und Daehne ĂŒber den nicht alltĂ€glichen Fang.